Allergien und Unverträglichkeiten

Inhalt:
Histamin - Intoleranz

Medizinischer Hintergrund

Klassische Allergien beruhen auch auf einer überschießenden Histaminfreisetzung als Antwort auf den Allergenreiz. Zu den typischen Symptomen von Allergien gehören Nies-Attacken, laufende Nase, Juckreiz und Hautschwellungen, tränende Augen bis hin zu Asthma-Anfällen oder Verdauungsstörungen.

Aber nicht jede Symptomatik, die eine allergische Reaktion vermuten lässt, muss tatsächlich eine Allergie sein. Es ist auch möglich, dass die Substanz Histamin im Rahmen einer Histamin-Intoleranz die Ursache ist. Nicht selten sind auch migräneartige Symptome durch eine Histamin-Intoleranz verursacht.

Zu einer Überkonzentration von Histamin kann es kommen durch

- eine mangelnde Synthese des Enzyms DAO (Diamino-Oxidase), das das Histamin abbaut;
möglicherweise auch im Zusammenhang mit einem Vitamin B6-Mangel
- Medikamente, die die DAO hemmen
- stark histaminhaltige Ernährung

Stark histaminhaltige Nahrungsmittel sind zum Beispiel:

- Rotwein
- bestimmte Käsesorten
- Thunfisch

Ist eine Histaminintoleranz diagnostiziert, kann den betroffenen Personen bereits allein durch das Meiden histaminhaltiger Nahrungsmittel geholfen werden.

Personenkreis und Indikationen

  • Personen mit allergischen Reaktionen ohne Allergennachweis
  • vermutete, aber nicht nachweisbare Nahrungsmittelallergien
  • Migräne
  • Parameter

    Parameter GOÄ-Ziffer Preis
    DAO (Diamino-Oxidase) 4069 43,72 €
    Vitamin B6 4146 33,22 €
     

    Laktose - Intoleranz
    Medizinischer Hintergrund

    Die Laktose-Intoleranz ist die Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose). Diese wird hervorgerufen durch einen Mangel oder sogar das Fehlen des Enzyms Laktase im Dünndarm, das den Milchzucker in Glukose und Galaktose aufspaltet, die dann in den normalen Stoffwechsel des Körpers eingehen.

    Bleibt die Aufspaltung aus, wandert der Milchzucker in untere Darmabschnitte, wo er als Nährsubstanz für Bakterien dient. Die Folge sind eine gesteigerte Produktion von Gasen und eine verstärkte Ansammlung von Wasser im Darm. Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen, Darmkrämpfe und Durchfall sind die häufigsten Symptome bei einer Laktose-Intoleranz.

    Personenkreis und Indikationen

  • Personen mit Beschwerden nach dem Genuss von Milchprodukten
  •  
    Parameter

    Parameter GOÄ-Ziffer Preis
    Laktose-Toleranztest (Glukosemessungen nach Laktosebelastung) 5 x 3560 11,65 €
    Laktose-Toleranz-Genotypisierung
    (Nachweis einer angeborenen Laktose-Intoleranz)
    3920, 3922, 2x3924 116,58 €
     
    Ergänzende Allergiediagnostik

    Medizinischer Hintergrund

    Allergien sind Überreaktionen auf körperfremde Substanzen wie Blütenpollen, Tierhaare, Nahrungsmittel, Milben und andere. Die Diagnostik derartiger Allergien ist wie auch die Therapie eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

    Als IGeL-Leistung ist eine Allergiediagnostik als Vorsorgeuntersuchung zum Beispiel vor der Anschaffung eines Haustieres zu empfehlen, um vorher zu klären, dass nicht etwa mit einer allergischen Reaktion auf die Tierhaare zu rechnen wäre.

    Personenkreis und Indikationen

  • Wunsch auf vorsorgliche Allergiediagnostik
  • Erweiterung der standardisierten Allergiediagnostik

  • Parameter

    Parameter GOÄ-Ziffer Preis
    Immunglobulin E (IgE) 3572 14,57 €
    allergenspezifisches IgE jeweils 3891 jeweils 14,57 €
     
    Amalgambelastung

    Medizinischer Hintergrund

    Seit Jahren wird diskutiert, ob aus Amalgam-Füllungen in Zähnen Quecksilber ausgeschwemmt werden kann, welches dann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Andererseits kann Quecksilber auch aus der Umwelt, zum Beispiel auch durch den häufigen Genuss von Meeresfischen aufgenommen werden.

    So ist selbst bei der Messung eines erhöhten Quecksilbers dessen Herkunft nicht eindeutig zuordenbar. Ein Zusammenhang zwischen Amalgamfüllungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen bleibt daher weiterhin wissenschaftlich umstritten. Die Laboruntersuchung auf eine erhöhte Quecksilberbelastung ist daher auch keine Kassenleistung.

    Quecksilber wird in Körpergeweben gespeichert. Es kann durch die Gabe von Dimaval (DMPS) freigesetzt und aus dem Körper ausgeschwemmt werden. Dadurch wird es im Urin nachweisbar.

    Personenkreis und Indikationen

  • Suche nach Anhaltspunkten für eine Quecksilberbelastung
  • Parameter

    Parameter GOÄ-Ziffer Preis
    Quecksilber im Urin vor und nach DMPS-Gabe
    2x4196 47,80 €
     
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